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Hofheimer Schwimmer trumpfen bei Hessenmeisterschaften groß auf [11/2003]

Mit 14 Schwimmern und Schwimmerinnen nahm der HSC an den diesjährigen Hessischen Kurzbahn Meisterschaften im Schwimmen teil. Am 8. und 9. November versammelte sich die hessische Elite in Fulda, um ihre Meister zu küren.

Die Hofheimer Mannschaft in Fulda Das Teilnehmerfeld hatte eine bisher nicht gekannte Qualität und dementsprechend starke Leistungen waren notwendig, um vorne mitschwimmen zu können. Diesem Anspruch wurde die Mannschaft des HSC mit 20 Medaillen, 16 Bestzeiten und sieben Vereinsrekorden bei 70 Starts voll gerecht. Besonders positiv zu vermerken ist die Tatsache, dass das gesamte HSC-Team, trotz einer Erkältungswelle, zu überzeugen wusste.
Besonders der sogenannte "zweite Anzug" mit den Athleten, die nicht um die Titel mitschwimmen können, haben einen beträchtlichen Anteil an dem hervorragenden Mannschaftsergebnis. Besonders zufrieden ist Trainer Adam Ollé über das hohe Niveau drei Wochen vor Beginn der Deutschen Meisterschaften. Noch nie präsentierte sich das Team zu diesem Zeitpunkt in einer stärkeren Verfassung als an diesem Wochenende.

Frederik Zölls Hessenmeister über 100 m Rücken

Frederik Zölls So viele Endlaufteilnahme wie an diesem Meisterschaften konnte der HSC noch nie verzeichnen. Bei den Männern qualifizierten sich Hofheimer Schwimmer für alle neun Finalläufe. Lediglich bei den 100 m Freistil verzichteten René Schäfer und Frederik Zölls aufgrund der engen Abfolge auf einen Start. Der zuletzt genannte Frederik Zölls startete kurz danach im 100 m Rückenfinale, wo er die besten Chancen auf einen Titelgewinn hatte. Es wurde bis zum Anschlag ein spannender Zweikampf mit dem Dillenburger Silard Toth, den Frederik schließlich im Anschlag für sich entschied. Neben dem Sieg sprang auch eine hervorragende Zeit heraus. Obwohl er bereits acht Starts in den Knochen hatte, benötigte er nur 58,11 Sekunden und war sichtlich zufrieden mit der erbrachten Leistung.
Zuvor stand er bereits in den Finals über 50 m Freistil und 50 m Rücken auf dem Podium. Über Freistil sicherte er sich in 23,51 Sekunden den dritten Rang und über Rücken musste er sich in 26,97 Sekunden nur dem Wiesbadener Helge Meeuw geschlagen geben, der im Sommer bei den Schwimmweltmeisterschaften über 200 m Rücken im Halbfinale stand.
Seinen letzten Endlauf über 100 m Lagen schwamm er unmittelbar im Anschluss an sein 100 m Rückenfinale, bei dem er sich voll verausgabte. Nach eigenen Aussagen ging überhaupt nichts mehr und so musste er sich mit einer mittelmäßigen Zeit und dem 5. Platz begnügen.

Mit René Schäfer hat der HSC einen weiteren Schwimmer in der hessischen Spitze, der in den Endläufen über 50 und 100 m Schmetterling jeweils auf den dritten Rang schwamm. Beide Male verpasste er den Silberrang lediglich hauchdünn. Über die 100 m Strecke erzielte er in 56,40 Sekunden einen neuen Vereinsrekord, der auch über die 50 m möglich gewesen wäre. Aber leider war die technische Umsetzung seines Rennens nicht optimal, weil er aufgrund einer zu hohen Frequenz keinen guten Abdruck im Wasser zustande brachte. Mit 25,59 Sekunden blieb er schließlich knapp drei Zehntelsekunden über dem Vereinsrekord von Frederik Zölls.
René erreichte noch zwei weiter Endläufe, wobei er über 50 m Freistil mit 23,98 Sekunden den fünften Platz erreichte. Über 100 m Lagen verpasste er seine dritte Medaille mit dem vierten Platz in 1:01,05 Minuten nur denkbar knapp, wobei seine Vorlaufzeit zur Bronzemedaille gereicht hätte.

Der dritte im Bunde der Hofheimer Finallisten war Daniel Spahn (82), der sich für die beiden Brust-Endläufe über 50 und 100 m qualifizierte. In beiden Vorläufen konnte er jeweils den alten Vereinsrekord von Sönke Schäfer verbessern. Über 100 m schraubte er die neue Bestmarke auf 1:07,91 Minuten und die neue Bestmarke über 50 m lautete 31,07 Sekunden, die allerdings nur wenige Stunden bestand hatte, da er im Finale noch mal schneller war und in 30,93 Sekunden auf den fünften Platz ins Ziel kam. Er verpasste dabei einen Podestplatz lediglich um genau zwei Zehntelsekunden. Im Endlauf über 100 m konnte er sich nicht nochmals steigern und beendete das Rennen in 1:08,38 Minuten als Achter. Und weil es so gut lief, verbesserte abschließend auch noch den Vereinsrekord über 200 m Brust auf 2:30,24 Minuten.

Hofheimer Staffeln mischen ganz vorne mit

Das gutgelaunten HSC-Damenteam Unsere Staffeln eilen Woche um Woche zu neuen Vereinsrekorden. Diesmal konnten sich auch die Damen profilieren und verbesserten ihren vier Wochen alten Vereinsrekord über 4 x 50 m Freistil um mehr als zwei Sekunden und erreichten in der Besetzung Christina Grölz (86), Laura Riedel (88), Anna Lena Burger (88) und Claudia Grölz (88) den siebten Platz. Aber viel wichtiger als die Platzierung war für die Athletinnen das unterbieten der vom Trainer zuvor festgelegten Norm von 1:56,50 Minuten, um zu den Deutschen Meisterschaften mitfahren zu dürfen. Und als Schlussschwimmerin Claudia Grölz nach exakt 1:56,24 Sekunden anschlug, kannte der Jubel keine Grenzen und sie freuten sich darüber, wie über einen Sieg. Für alle, außer Christina Grölz, wird es die erste Teilnahme bei Deutschen Meisterschaften sein.

Die 4x50 m Freistilstaffel Die Männerteams des HSC starteten mit ganz anderen Vorgaben in die Rennen, denn für sie galt es, bei der Titelvergabe ein gewichtiges Wort mitzureden. Dieses Vorhaben wurde auch in die Tat umgesetzt und so musste sich die Freistilstaffel lediglich dem Deutschen Meister aus Frankfurt geschlagen geben und schlug zeitgleich mit dem SC Wiesbaden als Zweiter an, wobei Schlusschwimmer Frederik Zölls die Staffel mit einer hervorragenden Zeit von 22,84 Sekunden vom vierten Platz noch nach vorne schwamm. Zusammen mit Alexander Maus, René Schäfer und Dennis Riedel schwamm er in 1:35,05 Minuten die zweitschnellste Zeit, die eine Hofheimer Staffel jemals erzielte. Besonders Dennis Riedel trug maßgeblich zum Resultat bei, indem er kurzfristig den Platz des erkrankten Bora Kilic einnahm und sich mit einer tollen Bestzeit prächtig integrierte und mit seiner ersten Medaille überhaupt bei Hessen Meisterschaften belohnt wurde.

Ähnlich knapp und spannend ging es beim abschließenden Staffelwettbewerb über 4 x 50 m Lagen zu. Auch hier konnte Schlußschwimmer Alexander Maus erst mit dem Anschlag hauchdünn die Bronzemedaille nach Hofheim holen. Am Ende musste er zusammen mit Frederik Zölls, Daniel Spahn und René Schäfer in 1:46,74 Minuten schon Vereinsrekord erzielen, um gerade mal 16 Hundertstelsekunden vor der Baunataler Staffel anzuschlagen.
Bei den Damen blieben Christina Grölz, Laura Riedel, Yasmin Kilic und Anna Lena Burger in 2:14,44 Minuten knapp eine halbe Sekunde über dem Vereinsrekord und konnten sich damit erneut als siebtbestes Team platzieren.

Sieben Titel für René Schäfer und vier Vizemeisterschaften für Laura Riedel

Bei den Jahrgangsentscheidungen zeigte René Schäfer (Jahrgang 86) wieder seine absolute Sonderstellung in Hessen. Bei allen seinen sieben Starts gewann er die Titel seines Jahrgangs unangefochten. Er erzielte Bestzeiten über 50 m Freistil in hervorragenden 23,61 Sekunden, 100 m Freistil in 52,46 Sekunden, 200 m Freistil in 1:57,56 Minuten und 100 m Lagen in 1:00,01 Minuten. Weiterhin gewann er über 50 m Rücken sowie in seiner Hauptlage über 50 m und 100 m Schmetterling.
Laura Riedel (88) konnte sich über ihre Hauptstrecken 50 und 100 m Freistil enorm verbessern und musste sich über beiden Strecken hauchdünn der Konkurrenz geschlagen geben. Jeweils sieben Hundertstelsekunden fehlten ihr zu ihrem ersten hessischen Jahrgangstitel. Bei den 50 m verschlief sie geringfügig den Start und konnte diesen Rückstand nicht mehr ganz aufholen und wurde in 28,47 Sekunden Zweite und konnte sogar noch den Vereinsrekord von Christina Grölz egalisieren. Über 100 m sah es bis zur letzten Wende zunächst überhaupt nicht nach einer Medaille aus. Sie wendete lediglich als Fünfte, konnte sich aber mit einer furiosen letzten Bahn noch fast bis nach ganz vorne schwimmen. Ihr Trainer sah sie bereits als Siegerin, doch nach dem Fehler beim Start über die 50 m kostete sie diesmal ein verpatzter Anschlag den Sieg. Sie konnte trotzdem ihre Bestzeit um eine halbe Sekunde auf 1:02,30 Minuten verbessern. Die letzten beiden Silbermedaillen erschwamm sie über 50 m Brust und wieder mit hohem Einsatz auf der letzten Bahn über 100 m Lagen in 1:13,10 Minuten.

Jens Frankenhäuser (85) startete nach seinem Wechsel das erste Mal für den HSC bei Hessenmeisterschaften und erzielte mit einer Bronzemedaille über 100 m Rücken in 1:06,57 seine beste Platzierung. Seine beste Leistung zeigte er über 50 m Brust, die er in 32,49 absolvierte.

Der letzte Hofheimer Podiumsplatz ging an Yasmin Kilic (86). Sie gewann mit Bestzeit in 32,98 Sekunden über 50 m Schmetterling ihre erste Bronzemedaille. Und dies trotz eines hartnäckigen Magen-Darmviruses, der sie die ganze letzte Woche außer Gefecht setzte.

In guter Form präsentierten sich auch Alexander Maus (83)und Christian Strauß (86). Alexander musste sich auf den letzten Metern über seine Paradestrecke, den 200 m Freistil erst mit dem Anschlag im Kampf um die Bronzemedaille geschlagen geben. In 1:55,11 Minuten schwamm er die zweitbeste Zeit seiner Karriere und ist für das gleiche Rennen bei den Deutschen Meisterschaften gut gerüstet.
Christian Strauß zeigte bei diesen Meisterschaften einen großen Leistungssprung und konnte seine 50 m Freistil-Bestzeit mehrfach verbessern. Im Einzel schwamm er in 26,48 Sekunden auf den achten Platz. Diese Zeit unterbot er in den Staffeln der 2. Mannschaft zweimal und am Tagesende war seine beste Leistung 25,71 Sekunden.


Zu den Einzelergebnissen

P.S.: Nicht unerwähnt bleiben soll der "schändliche" Versuch von Christjane Seufert vom SCW Eschborn, die durch gezielte Störversuche immer wieder das Erstellen dieses Artikels hinauszögerte und anschließend nicht glauben wollte, dass dies im Artikel erwähnt werden würde ;-))) Ich freue mich schon auf das nächste Mal ...