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"Sprinterkönig" Frederik Zölls schlägt zweimal in Bad Mergentheim zu [10/2003]

Im Rahmen der Vorbereitung auf die Deutschen Kurzbahnmeisterschaften Ende November ging die gesamte erste Mannschaft beim hochklassig besetzten Sprintertag am 18.10.03 in Bad Mergentheim an den Start. Und so langsam läßt sich sagen, dass der Hofheimer SC sich einen feinen Namen in Sprinterkreisen macht. Neben Frederik Zölls schiebt sich nun auch René Schäfer in den Mittelpunkt, der bei allen seinen sieben Einzelstarts neue persönliche Bestleitungen erzielte. Das Gesamtergebnis ist mit 14 Siegen, 7 zweiten und drei dritten Plätzen aufgrund der vergangenen harten Trainingsphase sehr ansehnlich. Jedoch müssen sich unsere Schwimmer und Schwimmerinnen im Hinblick auf die Hessischen und Deutschen Meisterschaften nochmals enorm verbessern, um auch dort erfolgreich bestehen zu können.

Zweiter Platz für den HSC im Staffelpokal

Mittagspause Das erklärte Ziel von Trainer Adam Ollé war es, den ausgeschriebenen Staffelpokal nach Hofheim mitzunehmen. Die Gesamtwertung ergab sich aus der Summe der Platzierungspunkte, die über 4 x 50 m Freistil und Lagen (männlich und weiblich) erschwommen werden konnten. Aus diesem Grund trat der HSC bei den Männern auch jeweils mit zwei Staffeln an, um so viele Punkte wie möglich zu sammeln. Den gleichen Gedanken hatte allerdings auch der SV Würzburg und so wurde es von Anfang an ein interessanter Zweikampf, bei dem sich der HSC am Ende knapp den Würzburgern geschlagen geben musste und den zweiten Rang belegte. Leider gab es ein paar äußerst knappe Entscheidungen gegen unsere Staffeln und auch die sonst sehr guten Wechsel klappten nicht immer reibungslos.
Die beste Leistung zeigte dabei unsere neu formierte Lagenstaffel, bei der erstmals der aus Wiesbaden zu uns gewechselte Daniel Spahn eingesetzt wurde. Er fügte sich über die Bruststreckte hervorragend ins Team ein und konnte seinen Beitrag zu einem neuen Vereinsrekord beitragen. In 1:48,36 Minuten verbesserte er zusammen mit Frederik Zölls, René Schäfer und Alexander Maus den alten Rekord um mehr als drei Sekunden.

Zwei Siege bei den Mehrkampfwertungen

In den einzelnen Jahrgangsentscheidungen konnten Laura Riedel (Jahrgang 88), Christina Grölz (86), Yasmin Kilic (86) und René Schäfer (86) Siege verbuchen.
Laura Riedel gewann erwartungsgemäß über 100 m Lagen (1:14,29 Minuten), 50 m Freistil und für alle völlig überraschend auch über 50 m Schmetterling in persönlicher Bestzeit von 33,40 Sekunden. Christina Grölz gewann ebenfalls die 100 m Lagen, 50 m Freistil sowie 50 m Rücken. Yasmin Kilic sicherte sich den Sieg über 50 m Schmetterling in persönlicher Bestzeit von 33,09 Sekunden. René Schäfer dominierte seine gleichaltrigen Konkurrenten souverän und gewann alle Strecken, bis auf die ungeliebte Bruststrecke, ohne nennenswerte Gegenwehr und qualifizierte sich über 50 m Schmetterling, 50 m Rücken und 100 m Lagen für das offene Finale der sechs Zeitschnellsten.
Zusätzlich gewannen Laura Riedel und René Schäfer die Mehrkampfwertungen in ihren Jahrgängen, bestehend aus den vier 50 m Strecken und den 100 m Lagen. Laura Riedel erzielte 2543 Punkte nach der LEN-Tabelle und René Schäfer 3422.

Zwei Finalsiege durch Frederik Zölls

Shakehands nach dem 50 m Schmetterlingfinale Die Finalteilnahmen blieben auch diesmal den beiden Ausnahmeschwimmern des HSC vorbehalten, Frederik Zölls und René Schäfer. Frederik Zölls qualifizierte sich für die Endläufe über Schmetterling, Rücken, Lagen und war als Titelverteidiger automatisch auch für das Freistilfinale gesetzt. Beide HSC-Schwimmer verzichteten jedoch aufgrund der geringen Pausen auf das 100 m Lagen Finale, da alle Finallläufe in kurzer Abfolge hintereinander durchgeführt wurden.

Das erste Finale über 50 m Schmetterling begannen die beiden dann auch gleich mit einem Paukenschlag, indem sie einen Doppelsieg landeten. Etwas überraschend gewann Frederik in 25,41 Sekunden eine Zehntelsekunde vor René und sicherte sich eine üppige Siegprämie.

René und Freddy beim Start über 50 m Rücken Keine zehn Minuten später starteten beide erneut, diesmal sogar nebeneinander im 50 m Rückenfinale (im Bild rechts in der Mitte René Schäfer und rechts daneben Frederik Zölls). Dabei hatte René den besseren Start, nachdem er zusammen mit seinem Trainer nach dem Vorlauf eine Korrektur der Startposition vorgenommen hatte. Als Delfinschwimmer hat er einen ausgezeichneten Delfinbeinschlag, den er auch effizient einsetzte. Nach der Wende tauchte er knapp in Führung liegend auf, konnte aber im Rückenschwimmen das hohe Tempo nicht bis zum Anschlag halten und wurde am Ende mit einer sehr guten persönlichen Bestzeit von 27,88 Sekunden Fünfter, wobei ihm lediglich 24 Hundertstelsekunden zum Bronzerang fehlten.
Freddy beim Anschlag über 50 m Rücken Im Gegensatz zu René konnte Frederik nach der Wende noch zulegen und lieferte sich bis zum Anschlag ein Kopf an Kopf Duell mit dem ehemaligen Junioreneuropameister David Kühn aus Cannstatt, gegen den er letzte Woche in Heddesheim denkbar knapp unterlegen war. Diesmal konnte Frederik jedoch den Spieß umdrehen und schlug nach 26,93 Sekunden gerade mal mit fünf Hundertstelsekunden Vorsprung an und sicherte sich die nächste Siegprämie.

Und auch das letzte Finale mit Frederiks Beteiligung war eine äußerst knappe Angelegenheit. Über 50 m Freistil kam das gesamte Feld einheitlich auf die Anschlagmatten "zugeflogen". Mit bloßem Auge war nicht erkennbar, wer dieses enge Rennen gewonnen hatte. Am Ende trennten Frederik als Drittplatzierter gerade mal acht Hundertstelsekunden vom Sieg. Obwohl er sich diesmal in 23,59 Sekunden geschlagen geben musste, war er aber sehr zufrieden mit seinen Resultaten und wird wohl als der schnellste zweite Vorsitzende in die Geschichte des Hofheimer Schwimmclubs eingehen ...

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