HSC : Aktuell : Mitteilungen  



René Schäfer vierfacher Süddeutscher Jahrgangsmeister [05/2003]

Zehn Tage vor Beginn der Deutschen Meisterschaften in Hamburg zeigten sich die Schwimmer und Schwimmerinnen des HSC äußerst erfolgreich und fleißig beim Medaillensammeln. Bei den Süddeutschen Meisterschaften am 3. und 4. Mai 2003 in Freiburg gewannen unsere Aktiven insgesamt acht Medaillen, vier aus Gold, eine aus Silber und drei aus Bronze und erzielten dabei das beste Vereinsergebnis in der Geschichte des Hofheimer Schwimmclubs.

Hintere Reihe: Christina Grölz, Frederik Zölls, Alexander Maus und René Schäfer. Vordere Reihe: Tanya Fry,  Laura Riedel, Stephanie Fry und Dominic Rummel Begleitet und betreut von Trainer Adam Ollé reisten bereits am Freitagnachmittag Christina Grölz, Frederik Zölls, Alexander Maus und René Schäfer (hintere Reihe) sowie Tanya Fry, Laura Riedel, Stephanie Fry und Dominic Rummel (vordere Reihe) hoffnungsvoll in den Breisgau, um sich erstmals mit der überregionalen Konkurrenz aus sieben Bundeländern zu messen. Zur optimalen Betreuung gehörte an diesem Wochenende auch unser Dolly, der am Sonntag durch das schnellste Trainertaxi der Welt hilfreiche Unterstützung lieferte ;-)

Am erfolgreichsten schnitt René Schäfer ab, der im Jahrgang 1986 vier seiner fünf Starts mit persönlicher Bestzeit gewann. Den ersten Sieg konnte er am Samstag über die 50 m Freistil verbuchen, wo er seine Bestzeit auf 25,18 Sekunden verbessern konnte. Kurz darauf schlug er etwas überraschend auch als Sieger über die 100 m Schmetterling an, wobei er einen sehr stark einzuschätzenden Konkurrenten aus Nürnberg mit einem starken Finish auf den letzten zwanzig Metern noch abschütteln konnte. Er schlug nach 58,20 Sekunden an, was nicht nur neuer Vereinsrekord war, sondern ihm auch noch zusätzlich einen Startplatz für die Endläufe am Nachmittag bescherte. Bei diesem Endlauf konnte er zwar seine Zeit nicht weiter verbessern, jedoch dafür die Platzierung. Er wurde letztlich, als jüngster Teilnehmer des Finallauf bei seinem ersten alterklassenunabhängigen Finale, in 58,37 Sekunden guter Sechster.
René Schäfer (rechts) bei der Siegehrung über 100 m Schmetterling Auch am Sonntag hielt er sich schadlos und gewann die ausbleibenden beiden Jahrgangstitel über 50 und 200 m Schmetterling. Über 50 m gewann er souverän und ungefährdet in 26,61 Sekunden. Bei den 200 m hingegen entschied er erst im allerletzten Moment das Rennen. Mit dem besseren Anschlag konnte er den zur Hälfte des Rennens bereits enteilten Schwimmer auf der Nachbarbahn um knapp eine Zehntelsekunde abfangen und verbesserte mit der furiosen letzten Bahn auch noch seinen eigenen Vereinsrekord um 1,5 Sekunden auf nunmehr 2:11,78 Minuten. Wieder einmal lieferte er über diese kraftraubende Strecke ein taktisch brillantes Rennen ab und ließ sich von dem hohen Angangstempo der Gegner nicht aus dem Konzept bringen. Mit dieser Zeit qualifizierte er sich sogar als sechstbester für das Finale, wo er nach Rücksprache mit seinem Trainer nicht angetreten war, um sich zu schonen. Stattdessen durfte er bereits mittags nach Hause fahren ...

Drei weitere Medaillen steuerte unsere kanadische Plaudertasche Tanya Fry (85) über alle drei Rückenstrecken bei (wobei alle die dabei waren wissen, welch innige Beziehung sie zu ihrer Prada-Tasche hat;-)
Sie gewann über 50 m in 34,12 Sekunden und 200 m Rücken in 2:38,17 Minuten jeweils Bronze. Am besten lief es allerdings über 100 m Rücken, wo sie durch eine starke zweite Bahn in der Bestzeit von 1:11,55 Minuten den zweiten Platz sichern konnte. Als kleine Zugabe verbesserte sie noch nebenbei den Vereinsrekord über 100 m Schmetterling auf 1:10,53 Minuten. Sie hatte leider ein wenig Pech mit dem Wettkampfprogramm. Sie hatte nur sehr wenig Zeit zur Erholung zwischen ihren Starts und so wären vielleicht sogar noch bessere Resultate möglich gewesen.

Der Dritte im Bunde der Medaillengewinner ist Frederik Zölls (78), der bei seinem letzten Start am Sonntagnachmittag noch mal Zuschlug und sich im 50 m Rücken-Endlauf den dritten Rang in 28,16 Sekunden in der offenen Wertung sicherte. Zuvor hatte er bereits am Samstag den Endlauf über 50 m Freistil erreicht und dort in 24,51 Sekunden den sechsten Platz belegt.
Ganz zufrieden zeigte er sich allerdings mit seinen gezeigten Leistungen nicht, da ihm noch die notwendige Frische und Spritzigkeit fehlte. Dies war auch der Grund, nach für ihn mäßigen 1:01,58 Minuten über die 100 m Rücken, sich am Samstag vom Finale abzumelden. Am Sonntag lief es dann ähnlich. Nachdem er sich mit 28,37 Sekunden für das Rücken-Finale qualifizierte, startete er abschließend über die 100 m Freistil, die er nach 54,15 Sekunden beendete und nur ganz knapp über seiner eigenen Bestzeit blieb. Insgesamt blickt er aber sehr zuversichtlich nach Hamburg, denn im Vergleich zum vergangenen Jahr sind seine Leistungen zum gleichen Zeitpunkt deutlich stärker als noch vor 12 Monaten.

Nach dem eher ernüchternd verlaufenen letzten Wochenende bei den Hessen-Meisterschaften konnte Alexander Maus (83) diesmal wieder positiv überraschen. Die Knöchelverletzung machte sich glücklicherweise kaum bemerkbar und daraufhin konnte er auch sein gewohntes Leistungsniveau zeigen. Über seine Hauptstrecke, den 200 m Freistil, lieferte er in 1:58,90 Minuten seine beste Leistung ab. Dabei war auch er zehn Tage vor den Deutschen Meisterschaften noch nie schneller und verfehlte den Endlauf lediglich um eine Sekunde.
Über die kürzeren Freistilstrecken lief es auch deutlich besser wie zuletzt, jedoch hat er aufgrund der Verletzung technische Schwierigkeiten, die besonders bei höheren Geschwindigkeiten zum Tragen kommen. Er ist immer noch nicht in der Lage den notwendigen starken Beinschlag aufrecht zu erhalten, was sich dann in einer schlechteren Wasserlage äußert. Die Zeiten über 50 m Freistil (25,45 Sekunden) und 100 m Freistil (54,45 Sekunden) sind ein deutlicher Schritt nach vorne und lassen noch auf einen erfolgreichen Saisonabschluss in Hamburg hoffen..

Auch bei Laura Riedel (88) gab es Höhen und Tiefen. Bei ihrem erstem Start verschlief sie ein wenig den Start und blieb über 50 m Freistil mit 29,67 Sekunden trotzdem lediglich zwei Zehntelsekunden hinter ihrer letzte Woche erzielten Bestzeit zurück. Auf diesen kleinen Rückschlag hin folgte ihr bestes Rennen der gesamten Veranstaltung. Über 200 m Freistil verbesserte sie ihre Bestzeit um zwei Sekunden und schlug nach 2:17,46 Minuten an. Bei ihrem abschließenden Start als Startschwimmerin der 4 x 100 m Freistilstaffel legte sie in 1:03,61 noch eine Bestzeit nach. Am Sonntag stand das vermeintlich wichtigste Rennen über 100 m Freistil an, wo sie noch geringe Hoffnungen hegen durfte, sich für die Deutschen Meisterschaften zu qualifizieren. Die Vorgabe lautete unter 1:03 Minuten zu bleiben. Die abgesprochene Taktik sah vor, dass sie versuchen sollte, auf den ersten 50 m sehr offensiv und schnell anzugehen, um sich dann mit ihrem bekannt starken Einsatz über die zweite Hälfte des Rennens ins Ziel zu retten. Allerdings konnte sie die Vorgaben nicht umsetzten und absolvierte die erste Hälfte deutlich zu langsam und wendete lediglich als Siebte. Auf der zweiten Bahn hielt sie nochmals richtig dagegen und konnte sich in diesem Lauf noch auf den dritten Rang vorarbeiten. Die Zeit blieb schließlich bei 1:03,83 Minuten stehen, womit sie eine große Chance vergeben hatte...

Ein sehr unglückliches Wochenende erwischte leider Christina Grölz (86), bei der es überhaupt nicht zusammenpassen wollte. Aber irgendwie hat das Wochenende ins Bild des Jahres 2003 gepasst: Zunächst hatte auch sie fast zwei Monate mit einer Bänderverletzung im Knöchel zu kämpfen gehabt und dann war sie in der wichtigsten Phase des Trainingslagers eine Woche lang krank.
Und so blieb sie über 50 m Freistil eine gute Sekunde über ihrer Bestzeit und benötigte 29,87 Sekunden. Am Sonntag schien es über die 100 m Freistil besser zu laufen, doch konnte sie auf den letzten 25 Metern nicht mehr mithalten und musste das Feld ziehen lassen. Mit ihren geschwommenen 1:04,65 Minuten war sie äußerst unzufrieden, denn ihre Bestzeit aus dem vergangenen Jahr ist fast zwei Sekunden schneller. Ihre beste Leistung lieferte sie in der Freistilstaffel ab, wo sie als zweite Starterin die 100 m Freistil in 1:03,36 Minuten zurücklegte.

Das Einsatzwille und Leistungsbereitschaft trotz nicht optimaler Form vorhanden waren, zeigte das Damenquartett im Staffelwettbewerb. Über 4 x 100 m Freistil belegten die zuvor erwähnten Mädels zusammen mit Stephanie Fry (87) einen sehr guten siebten Platz in der neuen Vereinsrekordzeit von 4:17,17 Minuten.
Dafür sollte es bei den Jungs in der gleichen Staffel nicht so gut laufen. Dominic Rummel (84) konnte aufgrund einer Krankheit nicht seine beste Leistung zeigen und so blieben die vier Jungs deutlich hinter ihren Erwartungen zurück. Eigentlich wollten sie an diesem Wochenende unter 3:40 Minuten bleiben, woraus am Ende jedoch 3:41,14 Minuten wurden, was aber immer noch für den sechsten Platz reichte. Aber nächste Woche in Hamburg werden sie sicherlich noch zuzulegen wissen ... Zu den Einzelergebnissen

Nach diesem Wochenende wird der HSC mit den vier hier gestarteten Schwimmern die Fahrt nach Hamburg zu den Deutschen Meisterschaften antreten. Mit dabei sein werden Frederik Zölls, Alexander Maus, René Schäfer und Dominic Rummel.