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Zwei Hessentitel für Frederik Zölls [04/2003]

Die heiße Phase der Schwimmsaison hat am 26./27. April mit den Hessen Meisterschaften begonnen. Eine Woche vor den Süddeutschen und zweieinhalb Wochen vor den Deutschen Meisterschaften reiste der HSC mit zwölf Aktiven nach Dillenburg, um sich mit der hessischen Konkurrenz zu messen.
Und unsere Aktiven bestanden diese Herausforderung mit 18 Bestzeiten, 4 Vereinsrekorden und insgesamt 15 Medaillen mit Bravour. Die Medaillen verteilen auf fünf goldene, sieben silberne und drei bronzene. Besonders in der jahrgangsunabhängigen offenen Wertung zeigte sich der HSC mit zwei Titeln, zwei zweiten und einem dritten Platz so erfolgreich wie noch nie.

Frederik Zölls (Mitte) bei der Siegerehrung über 50 m Rücken Erstmals überhaupt gewann Frederik Zölls zwei Endläufe und sicherte sich fast unangefochten die Titel über 50 m Freistil und 50 m Rücken. Dabei war der Endlauf über die Freistilstrecke im Vorfeld gar nicht eingeplant, da das Wettkampfprogramm die beiden Strecken unmittelbar nacheinander vorsah. Was sich die Verantwortlichen des Verbandes bei dieser Wettkampffolge gedacht haben, wird wohl ihr ewiges Geheimnis bleiben ...
Aber nachdem Frederik als zweitschnellster aus den Vorläfen kam und der Vorlaufschnellste für das Finale abmeldete, beschloss er, doch in beiden Endläufen zu starten. Nachdem er am Morgen mit 24,30 Sekunden sein gestecktes Ziel, die Pflichtzeit für die Deutschen Meisterschaften zu unterbieten, erreichte, genügten am Nachmittag im Finale 24,54 Sekunden für den Titelgewinn.
Kaum zehn Minuten später ging es dann direkt weiter vom Podest der Siegerehrung zum Finale über 50 m Rücken. Zwar wurde es aufgrund der geringen Pause deutlich knapper, doch blieb er mit seinen 28,54 Sekunden lediglich eine Zehntelsekunde über seiner Vorlaufzeit vom Morgen und sicherte sich den zweiten Hessentitel.
Den dritten Titel verfehlte er lediglich um knapp drei Zehntelsekunden, als er sich über 100 m Rücken knapp geschlagen geben musste. Allerdings zeigte er sich mit den geschwommen 1:01,28 sehr zufrieden, da er schon sehr schwere Arme und Beine vom langen Wochenende hatte.

Frederik Zölls, Dominic Rummel, René Schäfer und Alexander Maus Zusammen mit Dominic Rummel, René Schäfer und Alexander Maus (Bild rechts) erschwann er sich zwei weitere Medaillen in den Freistilstaffeln. Über 4 x 100 m musste sich das Quartett lediglich der SG Frankfurt geschlagen geben. Allerdings wäre der Sieg in greifbarer Nähe gewesen, hätte Startschwimmer Alexander Maus nicht mit dem Handicap eines im Trainingslager zugezogenen Bänderrisses an den Start gehen müssen. Die Verletzung erwies sich im Verlauf der Veranstaltung als so hinderlich, dass er schließlich am Sonntag frühzeitig den Wettkampf beendete. Aber zuvor erreichte das gleiche Quartett am Samstagabend noch einen überraschenden dritten Rang in der 4 x 200 m Freistilwertung. Die 8:27,81 bedeuteten auch gleichzeitig Vereinsrekord.
Bei den Staffeln der Damen belegten die Hofheimer Mädels Laura Riedel, Christina Grölz, Tanya Fry und Claudia Grölz den fünften Platz über 4 x 100 m Freistil in 4:22,39 Minuten. In der gleichen Bestzung erzielten sie über die doppelt so lange Strecke, 4 x 200 m Freistil, einen neuen Vereinsrekord. Die geschwommenen 9:38,36 reichten letztlich zum sechsten Platz.


Drei weitere Titel bei den Jahrgangswertungen für René Schäfer und Tanya Fry

In den Jahrgangswertungen konnten drei weitere Titel gewonnen werden. Hessenauswahlschwimmer René Schäfer (Jahrgang 86) gewann seine beiden Einzelstartstarts ungefährdet. Über 50 m Fresitil schlug er in 25,21 Sekunden an und für die 100 m Schmetterling benötigte er 59,39 Sekunden, wobei er der Konkurrenz so überlegen war, dass es für ihn lediglich darum ging, sich für das jahrgangsunabhängige Finale der sechs besten Schwimmer zu qualifizieren, was er als vierter auch sicher erreichte.
Im Finale sollte er dann alles aus sich rausholen, damit er und sein Trainer einen Eindruck über den Verlauf des Trainingslagers und besonders über sein aktuelles Leistungspotential erhalten. Mit seiner Endlaufzeit von 58,38 Sekunden erfüllte er die Erwartungen und unterbot seinen eigenen Vereinsrekord von 59,00 deutlich und schlug schließlich nur knapp geschlagen als Vierter an. Seine Titel über 50 m und 200 m Schmetterling konnte er nicht verteidigen, da er am Sonntag aufgrund einer Familienfeier nicht an den Start gehen konnte.

Tanya Fry (Mitte) bei der Siegerehrung über 200 m Schmetterling Den dritten Jahrgangstitel für den HSC steuerte Tanya Fry bei ihrem allerletzten und gleichzeitig härtesten Start, über 200 m Schmeterling, bei. Sie gewann mit einer Zeit von 2:32,17, was ebenfalls einen neuen Vereinsrekord bedeutete. Weitere Medaillen hamsterte sie über die Rückenstrecken ein, wo sie jeweils über 50 m, 100 m und 200 m Vizemeisterin wurde. Das Vervollständigen der Medaillensammlung gelang ihr mit dem Bronzerang über 100 m Schmetterling.

Erstmal gelang es Laura Riedel (88) Medaillen bei den Freistilstrecken zu gewinnen. Mit einer neuen Bestzeit sicherte sie sich über 50 m Silber in 29,44 Sekunden und Bronze in 1:03,90 Minuten über 100 m. Zwei weitere Bestzeiten gelangen ihr als Startschwimmerin der 4 x 100 Freistilstaffel mit 1:03,81 Minuten und ebenfalls als Startschwimmerin der 4 x 200 m Freistilstaffel, wo sie nach 2:19,41 Minuten anschlug.

Zwar blieben Anna Lena Burger, Claudia Grölz und Dennis Riedel ohne Medaillen, aber alle konnten neue Bestzeiten erzielen und runden damit das Gesamtbild ab. Zu den Einzelergebnissen

Nach diesem Wochenende wird der HSC mit je vier Schwimmern und Schwimmerinnen die Fahrt nach Freiburg zu den Süddeutschen Meisterschaften antreten. Mit dabei sein werden Frederik Zölls, Alexander Maus, René Schäfer und Dominic Rummel, sowie Tanya und Stephanie Fry, Christina Grölz und Laura Riedel.