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Das HSC-Herrenteam verpasst als Vierter knapp einen Podiumsplatz in der Oberliga Hessen [02/2003]

Am 15. und 16. Februar fand der finale Durchgang der Deutschen Mannschaftsmeisterschaften im Schwimmen statt. Als drittplatzierte Mannschaft qualifizierte sich der HSC vor 14 Tagen für den Endkampf der sechs besten hessischen Vereine in Baunatal.
Allerdings kam für unsere Mannschaft erschwerend hinzu, dass mit Axel Haine und Sönke Schäfer zwei Leistungsträger studienbedingt nicht zur Verfügung standen. Dafür wurden von Trainer Adam Ollé Dennis Riedel sowie Thomas und Andreas Specht nachnominiert.
Die Chance auf die Verteidigung des dritten Platzes wurde im Vorfeld als eher gering eingeschätzt, doch waren sich alle in der abschließenden Mannschaftssitzung einig, dass man um die beste Platzierung in der Geschichte des Hofheimer Schwimmclubs mit allen Mitteln kämpfen wird.

Begleitet von Trainerin Alexandra Simoni-Fey ließen die Jungs nach den Worten auch die entsprechenden Taten folgen. Durch den Ausfall der bewährten Kräfte rückten nun andere Schwimmer in die Verantwortung und bekamen die Chance, bei einem Wettkampfhöhepunkt zu zeigen, zu was sie fähig sind. Einer von ihnen ist Dennis Riedel, der erstmals die Gelegenheit erhielt, in der 1. Mannschaft anzutreten. Er durfte sogar gleich viermal starten und überzeugte bei seinem Debüt mit drei neuen Bestzeiten über 50 m und 100 m Brust sowie 50 m Freistil, wo er mit 26,24 Sekunden seine beste Leistung zeigte. Die beiden anderen Neulige waren die Brüder Thomas und Andreas Specht, die beide jeweils einmal starteten. Der jüngste im gesamten Team war der erst 12-jährige Thomas, der auch noch die längste aller Strecken zu schwimmen hatte. Dementsprechend aufgeregt war er vor den 1500 m Freistil. Die anfängliche Nervosität verflog allerdings bald und er schwamm ein taktisch kluges und gleichmäßiges Rennen und konnte am Ende mit 20:08,72 Minuten seine Bestzeit um mehr als 15 Sekunden verbessern. Sein großer Bruder Andreas war über die 200 m Brust gefragt und auch er konnte seine alte Bestzeit deutlich, auf 2:52,38 verbessern.

Zum erweiterten Kreis der Neulinge lässt sich ebenfalls Dominic Rummel zählen, der erstmals vor 14 Tagen beim Vorkampf für die 1. Mannschaft startete. Im Endkampf wurde die Anzahl seiner Starts auf die maximal zulässige Anzahl von fünf erweitert. Dabei gelang es ihm, viermal seine Bestzeiten zu verbessern. Neben Bestzeiten über 100 m und 200 m Rücken und 100 m Lagen erzielte er in 27,74 Sekunden über 50 m Schmetterling sein bestes Ergebnis.

Richtig "heiß" auf dieses Wochenende war auch Bora Kilic, dem wir den Spruch auf unseren diesjährigen T-Shirts zu verdanken haben. Er verkörpert bei uns im Verein den Prototypen des Sprinters, auch alleine schon deswegen, weil bei ihm jede Ausdauerserie im Training zum Gedultsspiel ausartet;-)) Aber an diesem Wochenende war er fit und schwamm über seine Lieblingsstrecke, den 100 m Freistil, auch eine neue Bestzeit. Er schlug nach 54,31 Sekunden an. Das einzig traurige aus seiner Sicht war, dass er zu seinem Übel auch noch die 1500 m Freistil schwimmen durfte. Irgendwie ist es fast schon zur Tradition geworden, dass er der einzige ist, der noch Starts frei hat und den dann auch noch das Schicksal mit der Langstrecke ereilt. Trotz Fehlen jeglicher Begeisterung für diese Strecke sah man deutlich, dass die Ankündigung der gesamten Mannschaft, um den dritten Platz zu kämpfen, keine leeren Worte waren. Das zeigte Bora mit einer neuen Bestzeit, indem er diesmal nur 19:11,60 Minuten brauchte. Respekt!

Unser Kalli Ein Gala-Wochenende erwischte unser dienstältester Schwimmer Michael Schneider, der eigentlich nur Kalli genannt wird. Seit mehreren Jahren nimmt er aufgrund seiner Ausbildung in der Nähe von Heidelberg nur noch sehr selten am Training teil. Dies hindert ihn aber nicht daran, jedes Jahr schneller zu werden, was seinem Trainer einiges Kopfzerbrechen bereitet, da es dem Rest der Mannschaft zunehmend schwerer zu vermitteln geht, dass man eigentlich viel trainieren muss, um sich zu verbessern. Wie der Kalli das macht, das wird wohl sein ewiges Rätsel bleiben ... Er schwam wie jedes Jahr "seine" Bruststrecken und durfte über 50 m mit 32,32 Sekunden eine neue Bestzeit bejubeln. Über 100 m blieb er in 1:10,37 nur eine Zehntelsekunde über seiner Bestzeit und für die 200 m benötigte er 2:35,35 Minuten.

Ebenfalls zu den altbewährten Kräften und Leistungsträgern im Verein muss man Frederik Zölls, René Schäfer und Alexander Maus zählen. Das kann man am besten daran verdeutlichen, dass diese drei außer den Bruststrecken alle Vereinsrekorde unter sich aufteilen. Und das sind immerhin fast 30!
Frederik und Alex wollten es sich dann auch nicht nehmen lassen, wieder mal neue Vereinsrekorde zu schwimmen. Frederik verbesserte trotz (oder gerade wegen) der erst kürzlichst erfolgten Rückkehr aus dem Skiurlaub seine erst vor zwei Wochen aufgestellte Bestmarke über 50 m Schmetterling auf nunmehr 25,37 Sekunden.
Alexander Maus wird dieses Wochenende sicherlich noch lange in guter Erinnerung bleiben. Eine derartige Leistungssteigerung hat er lange nicht mehr erlebt und verdient hat er sie sich allemal. Es kommt schon selten vor, dass er seinen Trainer dermaßen verblüffte, wie mit seinem neuen Vereinsrekord über 200 m Freistil, die er in sagenhaften 1:53,72 Minuten absolvierte und damit seine eigene Bestzeit um mehr als drei Sekunden unterbot. Als sein Trainer diese Leistung per SMS nach Kassel mitgeteilt bekam, brach auch dort spontaner Jubel aus ... Auch der dritte Vereinsrekord des Tages ging auf das Konto von Alexander, der seine eigene Bestmarke über 400 m Lagen auf 4:49,07 steigerte. Und weil es so gut lief, schlug er beim letzten Start der Veranstaltung, über 100 m Freistil, erst als zweiter Hofheimer überhaupt, mit 51,92 Sekunden, unter 52 Sekunden an.
Als einziger dieses Trios ließ es René ein wenig ruhiger angehen und "verzichtete" diesmal auf einen Vereinsrekord ;-) Aber es war besonders in seinen Paradestrecken, den 100 m und 200 m Schmetterling, sehr knapp. Über die 100 m Distanz schwamm er in 58,15 Sekunden lediglich 13 Hundertstel an Frederiks Rekord vorbei. Und über die mörderischen 200 m blieb er in 2:10,58 ebenfalls nur 67 Hundertstel über seiner eigenen Bestmarke.

Alex, Domi, René und Dennis haben alles gegeben Insgesamt hat die Mannschaft bis zum letzten Start alles gegeben und wir sind mit dem Abschneiden überaus zufrieden. Mit dem unerwarteten guten Endergebnis von 20426 Punkten blieb das Team lediglich 200 Punkte hinter der Vorkampf-Leistung zurück und schlug sich hervorragend. Am Ende stand mit dem vierten Platz das beste Vereinsergebnis aller Zeiten zu buche und es fehlten nicht mal 300 Punkte auf den dritten Platz.

Als Belohnung und zur Feier des Tages trafen sich unsere Damen- und Herrenteams mitsamt den mitgereisten Eltern zu einem gemeinsamen Schnitzelessen in Hofheim. Und jeder der dabei war, kann bestätigen, dass durch die Größe der Schnitzel der Abend fast sogar noch anstrengender war, wie das Schwimmen. Und wenn schon Mattse Maus die Pommes zum Schnitzel nicht schafft, dann sind die Schnitzel wirklich riesig!!! Fotos vom Schnitzelessen gibts bei Bilder & Berichte

Zu den Einzelergebnissen der Herrenmannschaft.