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Hofheimer Damenteam schafft Aufstieg in die Oberliga Hessen [02/2003]

Es ist vollbracht!! Mit einem nahezu perfekten (Schwimm-) Wochenende schafft das Damenteam den Aufstieg in die Oberliga Hessen. Am 16. Februar 2003 kurz nach 16 Uhr war es endlich soweit: Der Aufstieg in die höchste hessische Liga stand fest!
Nach zwei denkbar knapp gescheiterten Aufstiegsversuchen in den vergangenen beiden Jahren, ließen die Hofheimer Mädels zu keinem Zeitpunkt einen Zweifel daran aufkommen, dass sie sich den Aufstieg in diesem Jahr unter gar keinen Umständen aus den Händen reißen lassen würden.

Die Hofheimer Siegermannschaft mit Anhang Mit großer Zuversicht und noch mehr Entschlossenheit ging das Team an den Start. Nach dem Vorkampf lagen die Damen als dritte nur ganz knapp hinter den beiden zum Aufstieg berechtigten Plätzen zurück. Diesmal standen allerdings mit Sandra Steinbrink und Sarah Hensel zwei amtierende Vereinsrekordhalterinnen als Verstärkung zur Verfügung, die noch im Vorkampf nicht antreten konnten.
Und Sandra zeigte gleich beim allerersten Start der Veranstaltung, dass sie nach wie vor unverzichtbar für das Team ist. Sie unterbot - nicht unbedingt erwartet - gleich den Vereinsrekord über 100 m Lagen um mehr als eine Sekunde und schlug als erste in 1:14,54 Minuten an. Für die Mannschaft war dies das erhoffte Signal und es ging mit Vereinsrekorden und Bestzeiten fast ununterbrochen weiter.

Beim zweiten Start gelang es Laura Riedel, ihre 200 m Freistil-Bestzeit "zu pulverisieren". Mit 2:16,45 ließ sie ihre alte Bestzeit um mehr als drei Sekunden hinter sich. Nach dieser tollen Leistung ließ sie sich weder im Wasser, noch beim Anfeuern am Beckenrand, stoppen. Mit überragenden Bestzeiten über 100 m und 800 m Freistil sowie 200 m Brust trug sie ihren Teil zum Erfolg bei. Das Sahnehäubchen ihrer Leistung lieferte sie bei den 100 m Lagen ab, wo sie in 1:12,67 den tags zuvor erzielten Vereinsrekord um weitere zwei Sekunden unterbot und sich damit in den Kreis der Vereinsrekordhalterinnen hineinschwamm.

Es wurde bis zum letzten Start angefeuert Dem konnten und wollten die anderen nicht nachstehen. Claudia Grölz schwamm über 100 m Brust in 1:24,25 und 200 m Schmetterling in 2:52,25 zwei neue Bestzeiten. Jacqueline Hensel schwamm in 38,93 Sekunden über 50 m Brust ihre schnellste Zeit seit 1996 und ihre Schwester Sarah unterbot die Vorgabe über 50 m Schmetterling mit 33,21 Sekunden. Bei den 400 m Lagen gelang es ihr sogar, in 5:53,90 Minuten, mehr als acht Sekunden schneller zu sein als es ihr Trainer erwartete. Obwohl durch eine Krankheit geschwächt, war Anna Lena Burger in 39,01 Sekunden und 1:27,25 Minuten nur knapp über ihren Bestzeiten bei ihren Starts über 50 m und 100 m Brust. Stephanie Fry gewann nicht nur in überzeugender Weise ihre Rückenstarts über 50 m, 100 m und 200 m, sondern zeigte dabei auch durch ihre technische Überlegenheit, wie elegant Rückenschwimmen sein kann. Zudem brachte sie es auf drei neue Bestzeiten über 50 m Rücken in 34,02 Sekunden, 50 m Freistil in 30,19 Sekunden und schließlich über 200 m Lagen in 2:42,40 Minuten.

Siegerfoto Jemanden aus dieser Mannschaft herauszuheben fällt nach einem solchen Wochenende mehr als schwer. Aber als ungekrönte Königin des Wochenendes kann man sicherlich Tanya Fry bezeichnen, die mit ihren Leistungen selbst die eigenen Mannschaftskameradinnen zum Staunen brachte. Bei ihren fünf Starts kamen fast schon selbstverständlich vier neue Vereinsrekorde zustande. Aber selbstverständlich sind diese Leistungen nicht, sondern sie wurden durch konsequente und sehr disziplinierte Trainingsarbeit erreicht. Unsere kanadische "Maschine" verbesserte die vier Vereinsrekorde insgesamt um fast zwölf Sekunden. Die neuen Bestmarken lauten: 2:26,68 über 200 m Rücken, 5:22,55 über 400 m Lagen, 2:30,26 über 200 m Schmetterling und schließlich 4:45,38 über 400 m Freistil. Wenn man dabei noch bedenkt, dass ihr in dieser Woche eine alte Schulterverletzung solche Probleme bereitete, dass sie die letzten vier Tage überhaupt nicht trainieren konnte, dann nötigt einem dieses Auftreten den höchsten Respekt ab!

Der letzte Start dieses genialen Wochenendes blieb schließlich Christina Grölz vorbehalten. Nachdem sie am Samstag verletzungsbedingt mit bandagiertem Knöchel schwamm, beschloss sie in Absprache mit ihrem Trainer, am Sonntag ohne Bandage zu starten. Diese Entscheidung stellte sich als goldrichtig heraus, da sie viel besser im Wasser lag und auch deutlich bessere Leistungen zeigte. Über 50 m und 200 m Freistil erfüllte sie mit 29,05 Sekunden und 2:17,01 Minuten die in sie gesetzten Erwartungen und so war der Sieg der Mannschaft vor ihren abschließenden 100 m Freistil bereits gesichert. Aber wer unsere "Eddie" kennt, der weiß, dass dieser Sieg auch mit einer starken Leistung abgeschlossen werden mußte. Und so schwamm sie auch die finale Strecke mit einem Einsatz als ginge es noch um jeden Punkt. Nach 1:02,60 Minuten riss sie nach dem Anschlag die Arme hoch und die große HSC-Party konnte beginnen. Die mitgereißten Eltern waren bestens ausgestattet und so konnte der Siegerpokal mit Champagner gefüllt werden. Aber dank vieler durstiger Kehlen blieb er nicht lange voll;-)

Champagerdusche für den Trainer Obligatorischer Weise durfte der gemeinsame Sprung ins Schwimmbecken - mit Trainer - nicht fehlen. Zusammen mit der drittplatzierten Herrenmannschaft aus Hanau wurde dann standesgemäß "We are the Champions" im Becken gesungen. Und bei all der Freude wollte es sich Eddie nicht nehmen lassen, einmal ihrem Trainer den Inhalt einer Sektflasche über dem Kopf auszuschütten...

Mit dem Endergebnis von 18233 Punkten steigerte sich das Team um 1500 Punkte und ließ das zweitplazierte Mannschaft aus Bieber um fast 800 Punkte hinter sich. Mit dieser Leistung hätte man bereits in diesem Jahr den sechsten Platz in der Oberliga belegt! Abschließend lasst euch von eurem Trainer sagen: "Ich bin stolz auf euch!". Zu den Einzelergebnissen der Damenmannschaft.

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