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Beide Hofheimer Teams liegen beim Deutschen Mannschaftswettbewerb im Schwimmen auf Platz drei nach dem Vorkampf[02/2003]

Am 1. und 2. Februar 2003 fand der erste Durchgang im Deutschen Mannschaftswettbewerb im Schwimmen statt. Unsere Männermannschaft startete in der Oberliga Hessen, das Damenteam in der Landesliga.
Als Minimalziel für unsere Teams wurde die Qualifikation für die jeweiligen Endkämpfe der sechs besten Teams ausgegeben. Diese Vorgaben wurden auch mit Leichtigkeit erfüllt und so liegen beide Teams auf aussichtsreichen dritten Plätzen. Während unsere Herren personell aus dem Vollen schöpfen konnten, sah es bei den Damen nicht ganz so gut aus und es musste teilweise stark improvisiert werden.

Herrenteam auf Podestplatz

Die Hofheimer Männermannschaft Als drittbeste Mannschaft der Oberliga Hessen haben Frederik Zölls, Bora Kilic, Alexander Maus, René Schäfer, Axel Haine (auf dem Bild rechts stehend), Dennis Riedel, Sönke Schäfer, Michael Schneider und Dominic Rummel (auf dem Bild sitzend) ihr Soll im Vorkampf mehr als erfüllt.

Die gute Form vom vergangenen Weltcup-Wochenende konnte Frederik Zölls auch in diesem Wettkampf zeigen. Er holte bei seinen fünf Starts die meisten Punkte für den HSC und verbesserte seine eigenen Vereinsrekorde über 50 m Schmetterling und 100 m Freistil auf 25,43 bzw. 51,33 Sekunden.

Auch René Schäfer erfüllte die ihn ihn gesetzten Erwartungen und schwamm als erster Hofheimer überhaupt die 200 m Schmetterling unter 2:10 Minuten. Mit 2:09,91 deklassierte er seine Konkurrenten teilweise um mehr als eine Bahn und verbesserte gleichzeitig seinen Vereinsrekord um fast zwei Sekunden. Er hatte neben Alexander Maus das umfangreichste Programm zu bewältigen und musste auch die ungeliebten 1500 m Freistil schwimmen und verbesserte wiederum seinen eigenen Vereinsrekord um acht Sekunden auf 17:08,70 Minuten. Beachtlich war auch seine Leistung über 200 m Freistil, wo er erstmals mit 1:59,59 unter der Zwei-Minuten-Grenze blieb.

Alexander Maus ging ebenfalls sehr motiviert zu werke, für seinen Trainer sogar leicht übermotiviert, was zumindest die 200 m Freistil angeht. Zwar steht mit 1:56,94 eine neue Bestzeit zu buche, jedoch wäre bei einer besseren Renneinteilung wahrscheinlich eine noch bessere Zeit möglich gewesen. Mit 2:14,83 über 200 m Lagen erschwamm er sich eine weitere Bestzeit und blieb nur 0,33 Sekunden über dem Vereinsrekord von Frederik Zölls.

Obwohl sie nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte waren, trugen Sönke Schäfer, Axel Haine und Michael Schneider mit ihren Leistungen zu dem Gesamterfolg bei. Die beiden zuerst genannten Sönke und Axel studieren außerhalb und können deswegen zur Zeit nicht trainieren und der zuletzt genannte Michael war die gesamte letzte Zeit krank.

Loretta bei seinen Startvorbereitungen Bora Kilic durfte dieses Jahr erstmals die 1500 m Freistil auslassen und mußte sich mit den kurzen Strecken "begnügen". Wer ihn aber kennt, der weiß, dass ihn das auf gar keinen Fall traurig gemacht hat! Seine Lieblingstrecken 50 m und 100 m Freistil absolvierte er in 25,05 und 55,43 Sekunden.

Unsere letzten beiden Starter, Dominic Rummel und Dennis Riedel schwammen erstmals für die erste Mannschaft und erreichten bei ihren vier Starts ausschließlich Bestzeiten.

Abschließend darf der schon fast obligatorisch gewordene Spruch von Loretta nicht fehlen. Bekanntlichst war ja an diesem Sonntag Landtagswahl in Hessen und auf der Heimfahrt "haute" er folgenden Spruch raus, der im Wagen zu minutenlangen Lachkrämpfen führte: "Wenn der Roland Koch die absolute Mehrheit holt, dann kann ich hier die Koffer packen..." Danke Loretta ;-))    Zu den Einzelergebnissen der Männermannschaft.


Damenteam auf dem Weg in die Oberliga

Für unser Damenteam geht es um den Aufstieg in die Oberliga Hessen, in die die zwei besten Landesligamannschaften nach dem Endkampf aufsteigen. Da in diesem Jahr durch die Regeländerungen die Punkte aus dem Vorkampf nicht in den Endkampf mitgenommen werden, ging es im Vorkampf lediglich um die sichere Qualifikation für den alles entscheidenden Endkampf am 15. und 16. Februar in Kassel. Die jungen Damen gingen auch dementsprechend konzentriert ans Werk und qualifizierten sich souverän für die nächste Runde.

Die Hofheimer Damenmannschaft Obwohl durch Krankheiten und Klassenfahrt stark ersatzgeschwächt, hatten Laura Riedel, Tanya und Stephanie Fry, Saskia Rasche, Christina und Claudia Grölz, Jacqueline Hensel und Anna Lena Burger letztlich ihre Konkurrenten sicher unter Kontrolle und gehen als drittplatziertes Team in den Aufstiegskampf. Dann werden auch wieder Sandra Steinbrink und Sarah Hensel zur Mannschaft dazustoßen, die aus den zuvor genannten Gründen fehlten.

Den stärksten Eindruck hinterließen unsere beiden kanadischen Mädels Tanya und Stephanie. Auf Tanyas Konto gingen auch zwei weitere Vereinsrekorde: Als erste Hofheimer Frau bewältigte sie die 800 m Freistil unter zehn Minuten und verbesserte die alte Bestmarke aus dem Jahr 1985 um beinahe 20 Sekunden auf 9:44,14 Minuten! Auch über die 200 m Rücken trug sie sich mit 2:30,42 in die Rekordlisten ein.

Zwar schaffte Stephanie keine Vereinsrekorde, aber sie trug maßgeblich durch ihre fünf erschwommenen Bestzeiten zum Erfolg bei. Bei jedem ihrer Starts stand am Ende eine neue Bestzeit zu buche, wobei ihre Rückenzeiten über 100 m (1:13,43) und 200 m (2:36,13) hervorzuheben sind. Das gleiche Kunststück (fünf Bestzeiten) gelang auch noch Laura Riedel, obwohl auch sie gesundheitlich stark angeschlagen an den Start gehen mußte. Neben den - unter diesen Bedingungen - hervorragenden 10:13 über 800 m Freistil, egalisierte sie in 37,26 Sekunden auch noch den Vereinsrekord über 50 m Brust.

Claudia Grölz bei den 200 m Schmetterling Ebenfalls angeschlagen mußte Christina Grölz in den Wettkapf gehen. Sie laboriert seit Weihnachten an einer langwierigen Sprunggelenksverletzung, die beim Schwimmen besonders viel Probleme bereitet. Aber wer sie kennt, der weiß, dass nichts, aber auch wirklich gar nichts, sie davon abhalten könnte, bei diesem Mannschaftswettbewerb anzutreten. Allerdings war sie nicht in der Lage, ihre gewohnten Leistungen abzurufen. Ihre beste Leistung zeigte sie über 100 m Freistil in 1:03,66 Minuten. Als die Qualifikation nicht mehr in Gefahr war, beschloß ihr Trainer, sie zu schonen und sie nicht weiter einzusetzen. Dafür sprang dann unter anderem ihre kleine Schwester Claudia in die Bresche, die aufgrund der Personalnot eher ungewöhnliche Strecken schwimmen mußte. Aber sie machte ihre Sache gut und am Ende standen persönliche Bestzeiten über 200 m Schmetterling in 2:53,12 und 400 m Lagen in 5:55,19 Minuten in den Ergebnislisten.

Mehr starten als ihr lieb war, mußte unsere "alte Dame" ;-) Jacqueline, die nicht darum herum kam, fünfmal starten zu müssen, obwohl dies eigentlich nicht geplant war. Ihre beste Leistung lieferte sie über 100 Lagen in 1:18,06 Minuten ab. Bemerkenswert war sicherlich ihre Aussage "Ich gebe grundsätzlich alles, auch wenn's nicht immer so aussieht", der bereits in die engere Auswahl als neuer Spruch für ein T-Shirt gehandelt wird...

Das Ergebnis vervollständigten Anna Lena Burger, die über ihre Lieblingsstrecke, den 50 m Brust, mit 39,36 Sekunden ihr bestes Resultat erzielte und Saskia Rasche, die einen Start von Christina und äußerst kurzfristig auch noch die 50 m Freistil von Anna Lena übernehmen mußte, nach dem diese sich kurz vor ihrem letzten Start auch noch verletzte. Trotz der widrigen Umstände schwamm sie die 50 m Freistil mit 32,30 Sekunden in Bestzeit.
Nachdem uns nun so ziemlich alles schon widerfahren ist, kann im Endkampf eigentlich nichts mehr passieren... ;-)   Zu den Einzelergebnissen der Damenmannschaft.