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Der Weltcup in Berlin war eine Reise wert![01/2003]

Die Schwimmhalle in Berlin Wer kann schon von sich sagen, zusammen mit dem amtierenden Olympiasieger, dem aktuellen Weltrekordhalter und dem Weltmeisterschaftsdritten im gleichen Rennen gestartet zu sein? Seit dem 26. Januar 2003 darf Frederik Zölls genau dieses von sich behaupten. Im Rahmen der Weltcupveranstaltung am 25. und 26. Januar in Berlin waren unter anderem Lenny Krayzelburg aus den USA (Olympiasieger 2000 in Sydney über 100 m und 200 m Rücken), Kurzbahnweltrekordhalter und Weltcupgewinner Thomas Rupprath und der 100 m Rücken Bronzemedaillengewinner der letzten WM in Japan, Steffen Driesen, seine direkten "Konkurrenten" im 50 m Rücken Rennen. Dieses Rennen war zweifelsohne aus Hofheimer Sicht der Höhepunkt eines beeindruckenden Wochenendes.

Neben der Fülle an Weltklasseschwimmern war besonders die Atmosphäre in der wohl schönsten Schwimmhalle Deutschlands atemberaubend. Wie selbstverständlich trafen Freddy und Trainer Adam Ollé, der sich dieses Ereignis ebenfalls nicht entgehen lassen wollte, am Samstag beim Betreten der Halle auf dem australischen Olympiasieger und Ausnahmeschwimmer Ian Thorpe. Am Sonntagmorgen stapften die beiden gemeinsam mit Franziska van Almsick, auf dem Weg zur Schwimmhalle, durch den Matsch.

Fast könnte man denken, dass das Schwimmen zur Nebensache geriet, aber dies war nicht einen Moment der Fall. Schließlich wollte man sich ja bei diesem erlesenen Teilnehmerfeld möglichst gut präsentieren. Und das ist Freddy mit Sicherheit gelungen. Von der Vorbereitung her galt es einen gewagten "Spagat" hinzulegen. Auf der einen Seite sollten die bestmöglichen Leistungen erbracht werden, auf der anderen Seite stand kaum ausreichend Zeit seit den Deutschen Meisterschaften im Dezember zur Verfügung, um signifikante Leistungsverbesserungen erarbeiten zu können. Außerdem hat die Vorbereitung auf die Deutschen Meisterschaften im Mai in Hamburg ganz klar Priorität, so dass das Trainingspensum nicht zu drastisch reduziert werden konnte.

Freddy auf den letzten Metern seines 100 m Rücken RennensAls erstes standen am Samstag die 100 m Rücken auf dem Programm. Seine Bestzeit stammt aus dem November 1997 und steht bei 57,11 Sekunden. Er hatte sich vorgenommen, erstmals unter die 57-Sekundengrenze zu kommen und schwamm auch ein beherztes Rennen. An der letzten Wende bei 75 Meter egalisierte er auf die Zehtelsekunde genau die Zwischenzeit seiner Bestleistung. Er konnte allerdings auf der letzten Bahn nicht mehr zulegen und erreichte in 57,38 Sekunden das Ziel. Auf dem linken Bild ist er mit der grünen HSC-Bademütze (zweiter von oben) zu sehen. Er war im Grunde zufrieden mit seiner Leistung, war aber der Meinung, dass noch mehr drin gewesen wäre. Allerdings hat nach eigenen Angaben die dafür notwendige Frische gefehlt und er fühlte sich sehr "fest" auf der letzten Bahn. Die Analyse mit dem Trainer bekräftigt diesen Eindruck, da auch Freddys Frequenzen im Verlaufe des Rennens geringfügig niedriger waren als gewöhnlich. In einem vollständig ausgeruhten Zustand sind diese Leistungsreserven sicherlich noch verfügbar.


Freddy (ganz oben) beim Start seines 50 m Rücken Rennens Am zweiten und letzten Wettkampftag kam es dann zu dem angesprochenen - allerdings sehr ungleichen - Duell über die 50 m Rücken mit den bereits erwähnten Weltklasseathleten. Freddy schwamm in 26,53 Sekunden lediglich 0,06 Sekunden über seiner im Dezember erzielten Bestzeit und erreichte damit einen sehr beachtlichen 22. Rang.
Allerdings muss man zugeben, dass, im wahrsten Sinne des Wortes, Welten zwischen ihm und einem Thomas Rupprath liegen, wie auf der Anzeigentafel (ganz unten auf der Seite) zu sehen ist. Es war schon überaus beeindruckend, zu sehen, welche (technische) Überlegenheit diese Topathleten aufweisen. Aber es gab zumindest ein Erfolgserlebnis, in dem Freddy sogar besser war als alle anderen: In der Reaktionszeit war er der Beste seines Laufes. Nach 0,60 Sekunden verließen seine Füße die Wand, womit er drei Hunderstelsekunden besser war als der spätere Sieger ;-)

Abschließend finden sich weitere Bilder und Impressionen von unserem Berlin-Wochenende. Freddy erkennt man an der unverwechselbaren grünen HSC-Bademütze. Mit Sicherheit läßt sich sagen, dass Berlin eine Reise wert war und wir gerne nächstes Jahr wiederkommen würden...

Schwimmhalle Adam und Carsten aus Uerdingen Freddy kurz vor seinem Start über 100 m Rücken
Schwimmhalle Trainer, die sich lieb haben Freddy kurz vor den 100 m Rücken
Schwimmhalle Das erlesene Teilnehmerfeld über 50 m Rücken Freddy kurz vor seinem Start über 50 m Rücken
Die gut gefüllte Schwimmhalle Teilnehmerfeld 50 m Rücken Freddy kurz vor den 50 m Rücken
Das Ergebnis über 50 m Rücken
Ein Rennen, dass Freddy nie vergessen wird...