Carolina Walch startet beim Popov-Cup in Russland        [ Bilder & Berichte]

Ein Erlebnisbericht von Carolina Walch.

Vom 5.12. bis zum 9.12. hatte ich meinen ersten Schwimmwettkampf im Ausland mit 7 anderen Schwimmerinnen und Schwimmern aus Deutschland. Wir 8 Schwimmer und Schwimmerinnen (je 4 Mädchen Jahrgang 2000 und 4 Jungs Jahrgang 1998) und die 2 Trainer Uwe Hermann und Oliver Großmann waren schon sehr aufgeregt in das größte Land der Welt einzureisen. Um Punkt 17 Uhr am Donnerstag dem 5.12.13 war der Treffpunkt am Frankfurter Flughafen. Um 19.30 Uhr flog die erste Gruppe mit Lia Neubert, Tabea Schäfer, Moritz Bartels, Ramon Klenz, Nico Perner und mir in Begleitung von Uwe Hermann erst nach Helsinki und dann in das knapp 3500 Km entfernte Jekaterinburg in Russland.
Die 2. Gruppe hatte es etwas gemütlicher: Celine Zangenfeind und Viktor Keller flogen in Begleitung von Oliver Großmann um 20.30 Uhr mit der Lufthansa direkt nach Jekaterinburg und waren schließlich auch eine halbe Stunde früher da. Vom Jekatherinburger Flughafen wurden wir direkt zum Hotel gebracht. Durch die harte 5-stündige Zeitverschiebung hatten wir in dieser Nacht nicht wirklich viel Schlaf, denn nach 1 1/2 stündigem Hotelaufenthalt ging es dann auch schon direkt zum Schwimmbad, welches praktischerweise nur 20 Meter vom Hotel entfernt war (das heißt einmal die Straße überqueren und schon ist man da).

Der Wettkampf begann mit einem Einlaufen, mit Vorstellung aller Vereine und Länder (Germany), außerdem wurden noch sehr viele russische Olympiateilnehmer vorgestellt, unter anderem der mehrfache Schwimm-Olympiasieger Alexander Popov.
Direkt danach ging es auch schon mit dem ersten Rennen los. Ich musste 50 m Brust schwimmen, in meinem ersten Wettkampf in einem anderen Land und das auch noch gleich in dem größten Land der Erde. Allerdings musste ich mich erst einmal an das russische Startsignal gewöhnen. Doch ehe ich mich versah schlug ich auch schon mit einem neuen persönlichem Rekord an und verpasste ganz knapp das Finale. Nach dem Rennen ging ich zu meinen Trainern, welche mein Rennen und später auch das der anderen Schwimmer ausführlich analysierten. Als alle deutschen Schwimmer ihre Rennen hinter sich hatten, war der Tag lange nicht vorbei. Sobald wir wieder im Hotel waren, legten wir uns erst einmal hin und holten die Stunden nach, die wir verpasst hatten. Als wir wieder aufwachten gab es erst mal einen kleinen Snack: Banane und Brot und Tomaten. Um 18.30 Uhr gab es dann richtiges Abendessen in der Lobby, wo wir von Kellnern mit Salat, Nudeln, Fleisch und Mandarinen bedient wurden. Bevor wir dann schlafen gingen, wurden wir noch zu einem Konzert eingeladen, wo wir von Sängern, Trommlern, BMX- Bikern und Tänzern herrlich amüsiert wurden. Nach dem Konzert ging es im angenehmen Kontrast zu den Flugzeugsitzen am Tag zuvor in ein schönes und weiches Hotelbett.

Am Samstagmorgen gingen wir mit großer Vorfreude zum Frühstück, doch dann waren wir doch ziemlich enttäuscht. (Ich denke das Foto erklärt das von selbst, oder sieht das bei euch anders aus?) Schließlich ging es rüber ins Schwimmbad. Dieser Tag war auch diesmal wieder für alle sehr erfolgreich: Für mich persönlich standen diesmal die 200m Brust auf dem Programm, welche ich in einer Zeit von 2.46,1 schwamm und mich mit dieser Zeit in die russische Rangliste als 7. eintragen ließ. Star des Tages war aber Viktor Keller aus Wiesbaden, der den 1. Platz über 400 Freistil belegte. Den Rest des Nachmittages hatten wir alle frei und vergnügten uns gemeinsam auf einem Zimmer und lachten viel;-) Später gab es dann Abendessen, welches aus Lachs mit Reis bestand. Anschließend gingen wir in die Innenstadt und besuchten ein großes Einkaufszentrum, wo wir shoppen gingen (ich meine, was sollte man denn sonst dort machen). Obwohl es dort lauter schöne Sachen gab, kauften wir nicht wirklich viel. Bald darauf gingen wir auch ins Bett, denn am nächsten Morgen stand ja nochmal ein Wettkampftag an.

Auch der letzte Wettkampftag war für jeden wieder sehr erfolgreich: Ich setzte den Spruch : „das Beste kommt zum Schluss“ souverän um .Mit einer Zeit von 1.17,3 Minuten über 100 m Brust konnte ich mich sogar auf dem 6. Platz wiederfinden; noch besser machte es Lia Neubert aus Halle, die über 50 Rücken Dritte wurde.

Nachdem jeder geschwommen war, gab es noch eine riesen Verabschiedung und tolle Fotos und Autogramms mit Alexander Popov (schon cool neben einem russischen Olympiasieger zu stehen) Das überraschende war: viele wollten nicht nur mit Alexander Popov ein Foto machen, sondern auch mit uns ( als hätten die noch nie Deutsche gesehen, naja vielleicht haben sie das ja auch noch nicht). War jedenfalls ziemlich lustig. Außerdem haben wir von der Veranstaltung noch eine russische Badekappe bekommen und ein T-Shirt. Abends sind wir dann noch zu einem McDonalds gegangen, wo wir das Essen sehr genossen. In dieser Nacht hatten wir erneut nicht viel Schlaf, denn um 4 Uhr war Abfahrt zum Jekatherinburger Flughafen; um halb 8 stand dann der Rückflug ins altbekannte Frankfurt an, wo wir dann am Montag um 10 Uhr deutscher Zeit ankamen.
Insgesamt fand ich dieses Erlebnis RICHTIG COOL !!!!!! und ich danke allen, die mir das ermöglicht haben! Einmal meinem eigenem Trainer, der mir das überhaupt beigebracht hat, denn sonst wäre ich dort gar nicht hingefahren und dann an die Begleitung und die Organisation! DANKEEEEEEEE!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Wir hatten sehr viel Spaß und es ist echt spannend, die russischen Sitten und Regeln kennenzulernen, außerdem konnte ich aus diesem Wettkampf sehr viel lernen und mitnehmen. Toll war es auch, als deutsches „National-Team“ mit Schwimmerinnen und Schwimmern aus anderen deutschen Vereinen anzutreten und diese besser kennenzulernen. Dankeeee !!! :-)